Existenzphilosophie für fortgeschrittene Anfänger - Fuck yeah!
 



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Gelbe Schinkenbrötchen

Liebe nicht vorhandene Leser,
Da sich unser folgsamer Neuro-Mantiker Johnboy – wir nennen ihn der Einfachheit halber mal so – nicht zu dem bereits angeschnittenen Thema geäußert hat, hier mal ein Versuch meinerseits.
Wer ich bin, steht übrigens nicht zur Debatte, aber ihr alle (auch du mit dem Nutellabrot) könnt davon ausgehen, dass ich wohl über mindestens vier Finger verfüge und entweder die nötigen Kenntnisse zum Schreiben eines Textes aufweise, oder es sich hier um ein reines Zufallsprodukt handelt, das mein Halter, Besitzer oder Futterspender glücklicherweise aus meinen sonst so sinnfreien Schreibbemühungen herausfischen konnte. Mehr zu dieser Sache mit dem Affen und der Schreibmaschine erfahrt ihr in ca. 5 Jahren.
Aber zurück zu diesem Wahrheitsgedöns:
Die übliche Lebenserfahrung legt durchaus nahe, dass es bestimmte Fakten gibt, hier und da auch bestimmte Regeln oder Gesetze, die in ihrer Beschaffenheit ganz einfach unumstößlich sind („unumstößlich“ ist übrigens äußerst unangenehm zu tippen). Das heißt platt, es gibt sie einfach, es ist so wie es ist, niemand kann etwas daran ändern, niemand zweifelt sie an. Falls doch, landet besagter Jemand in einer Gummizelle. Oder er lässt sich einen langen Bart wachsen und wird Einsiedler. Oder so…
„Der Himmel ist blau“ sagen wir so einfach. Und tatsächlich, sollten sich gerade keine Wolken dort aufhalten, ist der Himmel tagsüber meistens blau. Scheinbar. Blau ist eine Farbe. Ein Sinneseindruck, der in irgendeinem schwer aufdröselbaren biologischen Dingenskirchen verarbeitet und an unser Gehirn weitergeleitet wird. Und weiter?
Sinneseindrücke sind immer subjektiv. Jede andere Behauptung wäre das Produkt einer überzogenen Sauftour durch Österreichische Innenstädte. Denn wer sagt, dass mein Blau dasselbe Blau ist, das ihr alle seht? Kann meine Farbskala nicht einfach irgendwie verschoben sein, nur die Benennungen bleiben festgesetzt? Sagen wir, wenn einer von euch meine Augen hätte, würde er zu dem Schluss kommen, der Himmel ist gelb. Denn das was ich vielleicht als Blau kenne, ist für euch eine andere Farbe, in dem Fall Gelb. Ihr habt gelernt, diese mysteriöse Farbe „Gelb“ zu nennen und ich nenne sie eben „Blau“.
Das würde also bedeuten, dass jegliche Wahrnehmung variieren kann, und, dass alles, was als „Wahrheit“ bezeichnet wird, einfach das Produkt einer gesamtgesellschaftlichen Einigung ist. „Der Himmel ist blau“, lernt jedes Kind von Geburt an. Aber „welches“ blau es ist, lernt niemand. Es lässt sich gar nicht vergleichen.
Daraus schließen wir, dass es so etwas wie objektive Erkenntnis oder objektive Wahrheit nicht geben kann.
Wahrheit ist, was wir als wahr bezeichnen!
 Fertig. Aus, Ende, und wer will, der esse jetzt ein Schinkenbrötchen. In welcher Farbe auch immer…

2.5.14 16:57
 
Letzte Einträge: Ist Mantik ein Wort?, Einleitung Teil 3 - Wortbildung, Ja, hallo erstmal, ich weiß gar nicht ob Sie's wussten,


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