Existenzphilosophie für fortgeschrittene Anfänger - Fuck yeah!
 



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Mantik, Menschen, Metamorphosen.

Liebe Schinkenbrötchenfetischisten, liebe Schinken und Brötchen Lobbyisten,liebe Oma. Dieser Blogeintrag ist nur für euch. Ihr seid die Besten. Ehrlich. Und wann immer ihr bei dem Metzger eures Vertrauens eure Lieblingssorte Schinken nicht bekommen habt, wann immer ihr euch mit ausgelaugten Seelen zur Arbeit schleppt, wann immer du einmal deinen Kaffee beim Frühstück verschüttest (auf dein Schinkenbrötchen), seid getröstet und ertränkt eure Verzweiflung in diesen Zeilen. Ein Blogeintrag als Ersatz für den Psychologen, eine Folge unserer globalisierten Welt… Schluss mit diesem Gefasel, kommen wir zur Quintessenz. Also. Ganz ungeschmückter und holpriger Übergang. Fallt nicht, liebe Leser. Die Tatsache: Der bemitleidenswerte Typ (deshalb bemitleidenswert, weil wir seine Tätigkeit hier so offen in Frage stellen), nennen wir ihn X, hat, das Wort „Mantik“ mit „Weissagung“ verbunden. Ungeachtet der Tatsache, ob das jetzt tatsächlich und wirklich stimmt: X ist kein Lügner mehr. Vielleicht war er es am Anfang, (vielleicht war er es nie) aber jetzt ist er es nicht mehr. Wo wir hier doch seitenlang drüber diskutieren, ob Mantik was mit Weissagung zutun hat. Es ist für uns zu einer Tatsache geworden, wir glauben es, wir machen es zu einer Wahrheit, zu unserer Wahrheit (das hört sich romantisch an, oder?) . Ob unsere Wahrheit auch mit der Wahrheit der restlichen Menschheit übereinstimmt? Jeder Mensch hat doch für sich eine individuelle Wahrheit. Wenn ich dran glaube, dann kann doch letztendlich keiner was dagegen tun. Ob ich dann andere von überzeugen kann, ist wieder eine andere Frage. Ob ich meine Wahrheit logisch aufbaue, was für mich Logik überhaupt ist… ach Gott. Das führt wohl zu weit. Alles cool.
31.10.13 22:05


Einleitung Teil 3 - Wortbildung

Zunächst mal: Das werden zu viele Einleitungen, ab einem gewissen Punkt wird es etwas lächerlich. Aber sei’s drum. Das Thema mit der Wortbildung ist doch durchaus eins, das man recht gut auseinanderdröseln und ausschlachten kann. Also ran an den Speck, und ein Schinkenbrötchen für jeden, der den Wortwitz kapiert hat.
Egal. Wenn wir uns auf einen Ausdruck, sei es nun eine ganze Redensart oder eben nur ein einzelnes Wort, beziehen, dann meinen wir grundsätzlich seine für uns persönlich zutreffende, dem erlebten Kontext entsprechende Bedeutung. Ein Berliner kann ein Einwohner der Stadt Berlin sein, oder ein Gebäckstück. Wenn jetzt jemand meint, er „kauft einen Berliner“, sollte der Zuhörer nicht etwa von Menschenhandel und moderner Sklaverei ausgehen, sondern vielmehr vom Bäcker nebenan. Nur ein einfaches Beispiel für einen einfachen Zusammenhang: Sprache an sich entsteht erst, wenn es darum geht, den Dingen, vor allem den komplexeren und nicht unmittelbar ersichtlichen, einen Inhalt zu geben. Erst Sprache macht für uns so vieles greifbar und vorstellbar, oder wenigstens vorstellbar genug, um sich mit den Mitmenschen darüber auszutauschen.
Doch es bleiben ein paar grundsätzliche Fragen: Ist es uns einfach so erlaubt, unsere Sprache anzupassen, wie es uns beliebt? Sprache dient der Verständigung und damit dem Vermeiden von Missverständnissen. Also, ganz platt, ja. Solange die reibungslose Kommunikation gegeben ist, ist der Rest reine Formsache. Da aber gerade zu unseren heutigen Zeiten in globalen Maßstäben gedacht werden muss, geht es nicht mehr um Kleingruppen, sondern um ganze Völker. Es muss einen Grundkonsens geben, was „erlaubt“ ist und was nicht. Und Sprache ist im Grunde nichts Anderes: Die Einigung einer möglichst großen Gruppe auf besonders angenehme und in ihrer Herkunft nach sinnvoll einzusetzende Aneinanderkettungen von Lauten.
Zurück zu unserem Problem. Warum spricht Wikipedia nun von Mantik als Synonym für Wahrsagerei?
Möglichkeit A: Irgendein Berufstroll hatte spontan Lust, dem nächstbesten Administrator der Seite die Mittagspause zu versauen und in exakt dem Moment, man beachte die Zeitverschiebung, hat unser geliebter Autor das Wort nachgegoogelt. Unwahrscheinlich, denn besagter Prozess der Suchmaschinennutzung lässt sich beliebig oft mit dem gleichen Ergebnis wiederholen: Mantik „ist“ noch immer ein Synonym für Wahrsagerei.
Möglichkeit B: Ein weniger trolliger und dafür umso kompetenterer Nutzer des World Wide Web kam unlängst auf die Idee, den Wissensschatz der Internetgemeinde mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu erweitern. Er handelte hierbei nach bestem Wissen und Gewissen, was bedeuten muss, dass die hier geschilderte Bedeutung für das Wort Mantik zumindest in seinem direkten Umfeld relevant sein muss. Zusätzlich noch eine kleine Anmerkung zur Sprachherkunft, denn Mantik käme angeblich aus dem Griechischen. Entweder das stimmt, oder die Illusion ist verblüffend gut gelungen. Durchaus etwas wahrscheinlicher, dennoch von einer gewissen Naivität geprägt, wobei Naivität in dem Fall ganz einfach einer positiven und relativ kritiklosen Grundhaltung dem Internet gegenüber entspricht.
Möglichkeit C: Erst durch die Auflistung bei Wikipedia und die daraus folgende Nutzung in einem immer größeren Teil der Gesellschaft, hat der Wahrheitsgehalt eben dieser Aussage erst zugenommen. Das heißt unterm Strich, die Begrifflichkeit wurde auf diesem Weg erst populär, wenn nicht sogar geschaffen.
Auch wenn Möglichkeit B wohl die Wahrscheinlichste ist, ganz einfach aus historischer Sichtweise betrachtet, zeigt doch Möglichkeit C innerhalb dieses relativ kleinen Rahmens, wie der vorhin bereits angeschnittene Prozess vorzustellen ist. Es lässt sich in der Folge also nur vermuten, dass unsere Sprache an sich auf einem ähnlichen Weg (Möglichkeit C) entstanden sein könnte.
Wahr oder zumindest für den Bereich der verbalen Kommunikation fest ist also demnach das, was sich durchgesetzt hat, auf welchem Weg auch immer.
Und nun die Preisfrage, die ich mit Freuden an meine geschätzten Kollegen weitergebe:
Ist der User, der die „Information“ bei Wikipedia veröffentlicht hat, im späteren Verlauf des folgenden Geschehens noch immer ein Lügner?

29.10.13 01:22


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